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From The Financial Times, Deutschland

Aus der FTD vom 29.11.2002

Lizenz zum Bond-Spielen
Von Kerstin Friemel

Einmal Agent sein: In Arizona dürfen das auch Normalsterbliche. Immer mehr Konzerne schicken ihre Mitarbeiter zum 007-Team-Training in die Wüste.

Craig Young ist aufgeregt. Er ist ahnungslos, neugierig, angespannt. Der 37-Jährige steht auf dem Flughafen der Wüstenstadt Tucson mitten in Arizona. Koffer in der einen Hand, Zettel in der anderen und keinen blassen Schimmer, was ihn hier erwartet. Er hat nichts - außer der Anweisung, im dritten Stock im Restaurant El Charro einen Drink zu bestellen. Einen Jungle Juice Blaster.

Der ist noch nicht mal auf der Karte. Die Bardame dreht den Bierdeckel um und stellt das Getränk vor Young auf den Tresen. Craig entdeckt eine handgeschriebene Nachricht auf der Rückseite des Untersetzers. "Frag den Mann mit dem schwarzen Hut, der in der Ecke steht, nach der Uhrzeit." Langsam umdrehen, der stämmige Typ da drüben soll der Verbindungsmann sein. "Sehe ich aus wie Big Ben?", schnauzt der, aber dann "Willkommen bei Covert Ops." Der erste Test ist bestanden.

Einmal im Leben so cool sein wie James Bond. Der neue 007-Film "Die Another Day - Stirb an einem anderen Tag" hatte am Donnerstag Deutschland-Premiere, in den USA hat das jüngste und aufwändigste Agentenabenteuer bereits alle Kassenrekorde gebrochen. James Bond - Traum der Frauen und Idol der Männer, unfehlbar und von Normalsterblichen kaum nachahmbar. Einige versuchen es trotzdem. In der Wüste Arizonas, inmitten von Kakteen und verdorrten Sträuchern, können große Jungen und Mädchen drei Tage lang im Abenteuercamp "Covert Ops" James Bond spielen. "Die meisten unserer Kunden sind Analysten, Broker und Computerspezialisten", sagt Covert-Ops-Chef Jeff Miller. "Die suchen hier das große Abenteuer."

Der Weg zum Bond-Camp führt von Tucson 35 Kilometer nordwestlich nach Marana. Ein Schild am Ortseingang warnt Autofahrer vor Anhaltern, wegen des nahen Staatsgefängnisses. Eine einzige Straße führt durch das Städtchen, zwei Tankstellen bilden das Zentrum. Draußen flirrt selbst im November die Luft. Im Hintergrund karge Berge. Am Eingang zum Abenteuerlager stehen zwei Wachmänner, junge stramme Burschen mit Bügelfalten in den Polyesterhosen. Ihr Blick ist stechend, Lächeln verboten.

Auf dem Gelände trainiert die US-Armee. Nebenan ist ein Militärflughafen. Am Rand der Straße, die sich durch das Gelände schlängelt, joggen Soldaten in T-Shirts. Früher nutzte das CIA das Gelände. Hier würde sich James Bond pudelwohl fühlen. Stattdessen sitzen an diesem Morgen in einer der Baracken acht Möchtegern-007 in Tarnhosen und Khaki-T-Shirts. Scheu und eingeschüchtert rutschen sie auf ihren Plastikstühlen hin und her: Craig etwa, der in Diensten der Unternehmensberatung Accenture Firmen in Hightech-Fragen berät. Oder Tim, der 27-jährige Computernerd, oder die 32-jährige, ein wenig burschikose Kira, die Werbespots produziert.

Vor ihnen aufgebaut: eine grüne Schiefertafel, ein Flipchart und Jeff Miller, einer der vier Covert-Ops-Lehrer. Seine kurzen, kräftigen Beine stecken in Camouflage-Hosen, die Füße in Springerstiefeln, die Ärmel des olivgrünen T-Shirts spannen über seinem Bizeps, buschiger Schnauzer, grüne Augen hinter dunklen Brillengläsern. Künstliches Licht erfüllt den Raum. "Das hier ist kein Spiel", sagt Miller, "alles was wir draußen machen, passiert wirklich, auch wenn man das meiste davon nicht im normalen Leben braucht."

Und Miller meint ganz genau zu wissen, wovon er spricht. Der 56-Jährige hat 14 Jahre beim US-Militär gearbeitet, in einer Truppe für Sondereinsätze. Genauso wie der 60-jährige Dennis Hebler, Lehrer Nummer zwei. Er hat in Vietnam gekämpft, später in Berlin beim Aufbau des Bundesgrenzschutzes geholfen. Seit 20 Jahren ist Dennis Hebler pensioniert, auch Jeff Miller ist Armee-Rentner. Heute trainieren sie Bodyguards - und organisieren Agenten-Abenteuer für Anfänger. Denn James-Bond-Sein lässt sich nicht in Büchern lernen, das muss man üben. "Das ist die Chance eures Lebens, euch einmal selber zu testen", sagt Miller. "Darum seid ihr hergekommen, nun macht was draus."

Also hinaus aus dem Klassenzimmer auf den Truppenübungsplatz. Erste Schritte in die James-Bond-Realität. Herausforderung Nummer eins: Wie schieße ich richtig. "Niemals nur auf das Herz zielen, sondern auch auf den Kopf - falls der Gegner eine kugelsichere Weste trägt", rät Miller. Anschließend geht es rüber zum Auto-Trainingsparcours: Slalom-Fahren, vorwärts, rückwärts, schneller, schneller. Die Kegel fliegen, das Gummi qualmt. "An jedem Wochenende verbrauchen wir mindestens einen Satz Reifen", sagt Miller. Vor allem beim Training des Klassikers, dem U-Turn: 60 Stundenkilometer fühlen sich auf dieser Piste an wie 120 auf der Autobahn, dann heißt es abrupt vom Gas gehen, gleichzeitig stramm die Handbremse ziehen.

Scharf dreht sich die Limousine 180 Grad um die eigene Achse. Die Hand am Steuer will gegenlenken, nein, nein, kommandiert das Hirn. Geschafft, Handbremse loslassen, wieder rauf aufs Gas, lospreschen. Großartig. Applaus der anderen schwappt durch das heruntergekurbelte Autofenster. "Ein gefährliches Hochgefühl" sagt Jeff Miller. Die eigene Perspektive verengt sich zum Tunnelblick, das Leben verfällt ins Zeitlupentempo. Alles biologisch erklärbar, so Miller, das Adrenalin lasse das Blut vom Gehirn, einigen inneren Organen und unwichtigen Muskeln zur Arm- und Beinmuskulatur fließen: "Man wird stark und dumm."

Abends, wenn die Adrenalin-Schübe ausbleiben und die Bond-Anwärter müde in ihre Baracken-Betten fallen, schwirrt im Kopf nur noch Millers Warnung herum: "Sucht eure Betten nach Skorpionen ab."

Am nächsten Morgen ist die Gruppe wie aufgekratzt. Sie wollen mehr - mehr Herausforderungen, mehr Adrenalin-Schübe. "Sollt ihr haben", sagt Lehrer Jeff Miller und bugsiert den ersten Bond-Anwärter in ein schwarzes Coupé. "Stell dir vor, du fährst gerade zur Arbeit." Daran versucht man also zu denken, während die schwarze Limousine wenig später mit 60 Stundenkilometern über die Straße gleitet. Dann plötzlich die Attacke eines zweiten Autos von hinten, immer wieder rammt die vordere Stoßstange des Verfolgers ins Heck. "Nicht ausflippen und niemals die Bremsen benutzen, du musst versuchen zu entkommen", säuselt eine Stimme aus dem Autoradio - das ist Gordon, Lehrer Nummer drei und Angreifer im hinteren Auto, der über Funk Kommandos gibt: "Immer in Bewegung bleiben, solange du nicht anhältst, kann dich niemand kidnappen." Gar nicht so einfach. Schon kommt die nächste Attacke. Das Auto bricht nach links aus, gegenlenken, nicht die Bremse drücken, weniger Gas, die durchdrehenden Reifen wieder unter Kontrolle bringen, runter vom Wüstensand, rauf auf den Asphalt.

Schon kommt der nächste Test: Rein in den Dünen-Buggy. "So einer wurde im Golfkrieg benutzt", sagt der Lehrer. Die Aufgabe: Als Beifahrer Terroristen zu erlegen, die aus dem Gebüsch auftauchen. Die Hände umklammern das mit Farbbomben geladene Gewehr, mit knapp 90 Stundenkilometern rast der Buggy durch die Wüste, fliegt über Sandberge. Am Ende rinnt bei drei Terroristen-Attrappen lila Farbe von der Pappbrust.

"Immer mehr Konzerne schicken ihre Mitarbeiter zur Team-Bildung in unser Camp", sagt Covert-Ops-Boss Miller. Neulich sei eine Truppe von Microsoft-Topmanagern mit ihrem Privatjet aus Seattle in die Wüste Arizonas gekommen. "Die Manager haben die Stewardessen in 5-Sterne-Hotels einquartiert, während sie selber hier im Camp in Baracken übernachtet haben - das hat die Manager zusammengeschweißt."

Der wahre Härtetest für die Gruppe kommt erst noch: Der dritte Tag, acht Uhr morgens, Frühstückszeit: Plötzlich kommt vom Eingang der Kantine wildes Geschrei, vier bewaffnete Männer stürmen den Raum: "Alle auf den Boden!" Die maskierten Terroristen laufen in die Küche, zerren einen der Arbeiter heraus, Türen schlagen zu, Reifen quietschen, dann ist der Spuk vorbei. Was war das? Das ist die heutige Aufgabe der 007-Anwärter. Ein paar Minuten später bekommen sie einen Tipp: Die Terroristen hätten sich mit der Geisel in einer alten Kupfermine verschanzt. Was tun? Erst mal den Anführer der Gruppe bestimmen: Kira soll es sein, beschließen die sieben Männer einhellig - 007 wäre erstaunt.

Was braucht man für eine Befreiungsaktion: Farbgewehre, Helme, kugelsichere Westen, Kartenmaterial, Walkie-Talkies, alles am besten so schnell wie möglich. Zwei Stunden später sitzen die Bond-Lehrlinge in einem Jeep auf dem Weg zur Mine. Die achtköpfige Gruppe hat sich in zwei Angreifer-Trupps aufgeteilt. Einen halben Kilometer vom Ziel entfernt parken sie, pirschen sich über einen neben der Mine gelegenen Hügel heran, robben durch die Wüstenbüsche. Plötzlich: Zwei Typen stehen auf dem Hügel - patrouillierende Terroristen? Schnell sind diese erledigt, die Überraschung ist auf der Seite der angreifenden 007-Anwärter, ihr erster Erfolg - auch wenn sich die vermeintlichen Terroristen als Teenager aus dem Nachbarort herausstellen.

Weiter. Endlich ist das Ziel zum Greifen nah: Eine Ruine aus massiven Betonwänden mit je einem Eingang auf der Süd- und der Nordseite des Gebäudes. Durch das Fenster lassen sich vier Gestalten ausmachen, darunter die Geisel. Also Attacke. Eine Truppe rennt zum Hintereingang, die andere tritt die Vordertür ein. Vom Dach kommen Schüsse eines maskierten Mannes, der sich zuvor im Hinterhalt versteckt hatte. Einer der Bond-Lehrlinge versucht den Scharfschützen mit wahllos abgefeuerten Schüssen in Schach zu halten. Aus dem Inneren der Ruine gellt es derweil: "Geisel, Geisel, Geisel", das abgemachte Signal für Attacke und schnellstmöglichen Rückzug.

Die Bilanz nach 30 Minuten Befreiungsaktion: Ein Bond-Anwärter hat es nicht geschafft, etliche Farbbomben haben ihn getroffen. Doch die Geisel ist befreit, das Ziel erreicht - und das Camp vorbei.

Ein paar Stunden später sitzt Craig Young wieder im mexikanischen Restaurant El Charro im Flughafen von Tucson und wartet auf seinen Rückflug nach Kalifornien. Im Gepäck hat er eine Urkunde, wonach er den Covert-Ops-Kurs erfolgreich bestanden hat: Ob er wohl immer noch mit James Bond tauschen würde?

Vor ihm steht ein Wodka-Martini: geschüttelt, nicht gerührt.

Man lebt nur zweimal

Sag niemals nie Rund einmal im Monat gibt es 007-Kurse in Arizona, das nächste Covert Ops Camp findet vom 17. bis 19. Januar 2003 statt. An einem Wochenende nehmen meist 10 bis 20 Personen teil.

Goldfinger Das Drei-Tages-Programm kostet 3795 $, ein Zwei-Tages-Kurs 1995 $. Für Gruppen ab zehn Teilnehmer können Spezialprogramme arrangiert werden.

Die Welt ist nicht genug Informationen bei Incredible Adventures, 6604 Midnight Pass Rd., Sarasota, FL 34.242, Tel. 001.941/346 26 03,
www.incredible-adventures.com

 © 2002 Financial Times Deutschland

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